FAQ – Die häufigsten Fragen

Ob man noch darüber nachdenkt, einen Hund ins Haus zu holen, oder ob er grade frisch eingezogen ist, es gibt immer Fragen, die einen beschäftigen. Wir fassen hier die am häufigsten gestellten Fragen zusammen. Sollten Sie wichtige Fragen vermissen, melden Sie sich über das Kontaktformular bei uns.

Wir fügen Ihre Fragen gerne hinzu.

 

Warum hat mein Hund Durchfall, und was kann ich tun?

Durchfall ist ein häufiges Symptom bei Auslandshunden.

Dieser kann sehr unterschiedliche Ursachen haben.

Die Hunde stehen massiv unter Stress. Manche mehr, manche weniger.

Massiver Stress äußert sich oft mit Durchfall, bis hin zu wässrig oder sogar blutig.

 

Ein weiter häufiger Grund ist die Futterumstellung.

Man sollte niemals ein Futter von heute auf morgen wechseln, sondern langsam durch Vermischen

das Futter ausschleichen lassen, nur geht das nun bei unseren Hunden nicht.

Der Darm ist irritiert und reagiert mit Durchfall.

 

Selten kommt es vor, dass der Hund Parasiten hat, prophylaktisch bekommen alle Hunde,

die aus der Tötungsstation kommen schon vor Ort eine Behandlung, zusätzlich bekommen Sie ein

Parasitenmittel bei Abholung mit nach Hause, wenn es ersichtlich ist das er befallen ist.

Die Hunde, die auf Pflegestellen oder im Doghouse waren, sind regelmäßig entwurmt,

daher ist ein Parasitenbefall ist relativ unwahrscheinlich.

 

Setzen Sie Ihren Hund nun als erstes auf Null-Diät, geben Sie ihm 24 Std kein Futter,

aber sorgen Sie für ausreichend Frisches Wasser.

Im Gegensatz zu uns Menschen hat der Hund einen sehr kurzen Darm und daher eine

Verdauungszeit von nur ca. 12 Std. Nach 24 Std ist der Darm nun also erst einmal „leer“.

Nun beginnen Sie langsam mit Schonkosten.

 

Diese besteht aus Reis oder gestampften Kartoffeln mit Möhren.

Viele Hundehalter geben auch gerne gekochtes Hähnchen hinzu, jedoch muss ich hier anmerken,

dass es nicht wenige Hunde gibt, die auf Geflügel allergisch reagieren.

Sollten Sie also kein Erfolg mit dieser Schonkost haben,

wiederholen Sie die Null-Diät und starten dann die Schonkost ohne Geflügel.

Ein weiteres tolles Hilfsmittel ist die Moro´sche Karottensuppe“.

 

Mehr dazu weiter Unten beim Thema Giardien.

Sobald sich der Kot des Hundes normalisiert hat, können Sie langsam mit dem normalen Futter beginnen. Beispielsweise morgens eine halbe Tagesration Futter, abends eine halbe Tagesration Schonkost.

Es kann durchaus eine Tage, bis zu einer Woche dauern, bis sich alles einspielt.

In Einzelfällen auch länger.

 

Giardien – der große Irrglaube

Nicht selten hört man Hundehalter sagen:

„Pass blos auf, alle Auslandhunde bringen Giardien mit, hier gibt es die nicht.“

Das ist schon mal schlicht weg falsch.

Giardien gibt es seit es Mensch und Tier gibt, es sind fiese parasitäre Einzeller.

Die besiedeln die Darmwand und vermehren sich dort rasant wenn das Immunsystem zu schwach ist.

Trinkt ein infizierter Hund aus einem stehendem kleinen „Gewässer“,

überträgt er mit seinem Speichel die Giardien in das Wasser, wo diese Monate lang überleben können.

Die nächsten Hunde, die dieselbe Wasserquelle nutzen, infizieren sich ebenfalls.

Achten Sie daher darauf, dass ihr Hund nie aus Pfützen trinkt.

Auch öffentlich zugängliche Näpfe sind fragwürdig, wie z.B. vor Zoofachhandel,

im Biergarten und Tierarztpraxen usw.

das sind gut gemeinte Gesten, aber auch potenzielle Erregerquellen.

Giardien machen sich bemerkbar durch schleimigen, sehr übel riechenden auch blutigen Durchfall.

Der Hund kann sich „krank“ zeigen, aber auch mopsfidel sein.

Man behandelt Giardien mit einem speziellen Parasitenmedikament.

Dieses wird einige Tage in Folge gegeben, dann wird eine Woche pausiert, und dann nochmals eine Woche.

Das ist wichtig, da die Giardien in die Gallengänge flüchten und man so nicht alle erwischt.

Es kommt auch vor das die Behandlung dadurch 3 - 4 Mal durchgeführt werden muss.

Unterstützend kann man als natürliche Behandlung mit der Moro´sche Karottensuppe füttern.

Hierzu werden Karotten mindestens 1,5 Stunde gekocht, dadurch entsteht ein ganz spezielles Zuckermolekül,

das an der Darmwand andockt und dadurch den gefährlichen Einzellern,

wie Giardien ihre exklusive Andockstelle blockiert.

Damit verlieren diese Darmschmarotzer ihren Halt an der Darmwand und sie gleiten ab.

Zusammen mit dem Nahrungsbrei werden die nun haltlosen Schädlinge weiter transportiert und auf

ganz normalen Weg hinten ausgeschieden.

Info´s und Rezepte

 

Katzenverträglichkeit

In den Profilen unserer Hunde finden Sie Angaben zur Verträglichkeit, z.B. zu Katzen. Sollte dort stehen: Verträglich, ist dies lediglich eine grobe Einschätzung und nicht verbindlich. Erstens einmal ist das meist nur eine kleine Momentaufnahme und zweitens sei gesagt, dass Hunde und Katzen eine völlig andere Sprache sprechen.

Ein kleines Beispiel:

Die Katze sitzt auf dem Sofa und wedelt mit dem Schwanz - was denkt sich der Hund?

Heeeyyy die will mit mir spielen! Aber was geht wirklich in der Katze vor? Während Schwanzwedeln für einen Hund meist ein Zeichen freudiger Erwartung ist (Vorsicht, nie nur den Schwanz allein beurteilen, das Gesamtbild ist ausschlaggebend), wedelt (zuckt) eine Katze mit dem Schwanz, wenn sie auf Lauer- und Angriffsstellung ist. Der Hund macht nun typische rückartige Spielaufforderungen, die die Katze falsch deutet und das „Problem“ nimmt seinen Lauf.

Und wer ist immer schuld? - Der neue Hund.

Es hängt also nicht nur vom Hund ab, ob es funktionieren kann, sondern auch von der Katze. Nicht immer ist der Jagdtrieb des Hundes verantwortlich für einen Streit.

Sollten Sie eine Katze halten, und sich dazu entscheiden einen Hund von uns zu adoptieren, verpflichten Sie sich, nachweislich einen Hundetrainer bei etwaigen Schwierigkeiten hinzuzuziehen.

Ebenfalls verändern Hunde ihr Verhalten in gewissen Umständen. Sie passen sich an und entwickeln sich. So kann ein zuvor Katzenverträglicher Hund plötzlich die Katze jagen wollen und umgekehrt.

Kinderverträglich

Lassen Sie bitte NIEMALS ein kleines Kind alleine mit Ihrem Hund!!!

Die Angabe, ob ein Hund mit Kindern verträglich ist, sagt nicht aus, dass Sie den perfekten Familienhund gefunden haben. Es sagt aus, dass der Hund keine negative Prägung auf Kinder entwickelt hat. Hier ist es nun aber ähnlich wie bei den Katzen. Es müssen beide Seiten betrachtet werden. Lassen Sie niemals Hund und Kind gemeinsam unbeaufsichtigt. Kinder machen ungewollt Geräusche oder hektische Bewegungen, die den Hund erschrecken können. Ebenso fassen Kinder gerne Hunde unsanft an Ohren, Schnauze, Rute usw. an. Auch dies kann für einen Hund bedrohlich wirken. Kleine Kinder unter ca. 12 Jahren werden von einem Hund auch i.d.R. nicht als Erwachsene gesehen und erhalten weniger Autorität. Und ein Hund ist NIEMALS eine Beschäftigungsmaßnahme für Ihr Kind. Im schlimmsten Fall ist Ihr Kind gezeichnet für sein ganzes Leben!!!

Sauberkeit

Ein Hund kann aus verschiedenen Gründen nicht stubenrein sein. Gehen Sie bitte davon aus, dass er es bei Ankunft noch nicht ist. Wenn Sie einen Welpen ins Haus holen, wissen Sie das er vermutlich nie gelernt hat wo er sein Geschäft verrichten soll. Aber genauso haben viele Tierschutzhunde das Lösen im Freien falsch verknüpft, deshalb muss diese Verknüpfung neu programmiert werden. Eine manchmal mühselige Aufgabe, die viel Geduld erfordert. Bestrafen Sie Ihren Hund nicht, wenn er ins Haus macht. Er wird Ihren Unmut nicht verstehen können. Außerdem hat man als Halter nur 0,3-0,8 Sekunden Zeit zum loben oder tadeln. Wenn man Ihn also nicht auf frischer Tat erwischt, hat man keine Chance das er es richtig deutet, warum Sie gerade so richtig sauer sind (das merkt Ihr Hund übrigens sofort an Ihrer Körperhaltung, und riecht es durch Ihre veränderte Biochemie) . Dasselbe gilt, wenn er erfolgreich draußen macht, nicht erst warten, bis er fertig ist und dann loben, sondern total überschwänglich und übertrieben loben, während er sein Geschäft verrichtet.

Ganz oft hören wir die Frage: „Ich gehe alle 2 Stunden mit dem Hund raus und kaum sind wir zuhause, macht er auf den Teppich. Was mache ich falsch?“ Sie machen vermutlich gar nichts falsch, aber für manche Hunde, vor allem junge, ist draußen alles so spannend und interessant und aufregend, dass sie schlicht weg vergessen zu pinkeln. Es fällt Ihnen erst ein wenn sie zuhause sind. Andere Hunde sind sehr ängstlich, wenn ein Hund frisst, schläft und Sein Geschäft verrichtet, ist er angreifbar, da er aus diesen Situationen nicht schnell genug umschalten kann. Ängstliche Hunde lösen sich daher draußen auch nicht, denn es könnte ja genau in dem Moment eine Gefahr auftauchen. Diese Hunde fressen oft auch erst dann, wenn die neue Familie nicht in der Nähe ist.

Haben Sie also bitte Geduld. Es dauert meistens nur 1-2 Tage, aber manchmal auch schon mal mehr als einen Monat, aber gelernt hat es dennoch jeder Hund bisher.

Umgang mit Ängstlichen Hunden

Jeder Hund hat einen anderen Charakter und wurde anders geprägt. Bei einem ängstlichen Hund braucht man viel Geduld, aber es lohnt sich. Sind weitere Hunde im Haushalt vorhanden, wird sich der ängstliche Hund schnell an diesen orientieren. Grundsätzlich gilt aber, einen Ängstlichen Hund niemals trösten. Der Hund soll Sie als Rudelführer akzeptieren, der ihn beschützt. In dem Moment, in dem Sie sich runter zu ihrem Hund begeben und ihm Verständnis für seine Angst zeigen möchten, versteht der Hund: Oh, der hat auch Angst, dann ist es richtig Angst zu haben. Er ist wie ich. Er ist schwach!

Was der Hund aber lernen soll ist: Ich habe Angst, aber Herrchen ist ganz entspannt. Dann muss ich mir wohl auch keine Sorgen machen!

Dies erreichen Sie, indem Sie auf seine Angst nicht eingehen und ihm vorleben, dass alles in Ordnung ist, so wie es ist.

Wenn Sie es für richtig halten, jetzt mit dem Hund Gassi zu gehen, und er sträubt sich, weil er sich draußen fürchtet, dann zögern Sie nicht. Nehmen Sie Kommentarlos den Hund, leinen ihn sorgfältig an(Doppelsicherung) und beginnen Sie ihren Spaziergang. Sie sind der Rudelführer und entscheiden wann was wie gemacht wird. Nicht der Hund. Das ist nicht streng oder böse, das ist artgerechte Erziehung.

Erziehung

Jeder Hund muss und will noch viel lernen. Ein gewisser Grundgehorsam sollte bei jedem Hund vorhanden sein. Gerne empfehlen wir Ihnen Hundeschulen und Trainer in Ihrer Umgebung. Doch auch hier gilt… lassen Sie ihren Hund erst einmal ankommen, und wenn er sich eingewöhnt hat starten Sie mit Ihm in sein neues Leben.

Noch ein Satz zu Hundeschulen und Hundetrainer

Bitte schauen sie die Methoden der Schulung mit wachen Augen an, und beobachten Sie ihren Hund,

ein überforderter Hund ist sehr gestresst und dabei überhaupt nicht glücklich!

Leider werden hier in diesem Bereich die Ausbildungen noch nicht ausreichend überprüft, deshalb sollten sie sich immer wieder mal fragen ob es passt was und Sie gerade trainieren!